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"Vorträge des Club Boliviano e.V."
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Sonntag, den 10. Oktober 2010
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ab 11:30 bis 18:00 Uhr - Linden Museum Stuttgart
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Tag der Anden "Von Göttern und Mythen im ehemaligen Inka-Reich"
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11:00 Uhr „" Die Kichwa aus Amazonien Ecuadors - Mythen und Legenden die meine Kindheit geprägt haben"
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Referentin .: Frau Raquel Cayapa Tupay.
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Im Amazonastiefland Ecuadors leben verschiedene indigene Stämme,
die aufgrund der gleichen Umweltbedingungen, sich in vielen Aspekten ähneln.
Darunter sind ungefähr 60000 Kichwas, sie bilden damit die größte indigene Gruppe in dieser Region. Obwohl die Kichwas
keine einheitliche Herkunft haben, erkennen sie sich als eine Gruppe (Nacionalidad). Die Kichwas nennen sich in ihre
Sprache "Runa" das Mensch bedeutet.
Trotz des langjährigen Einflusses der Siedler und der Ölkonzerne haben die Kichwa bis heute wesentliche kulturelle
Bestandteile ihres Lebens- und ihrer Wirtschaftsweise erhalten.
Die Kultur der Kichwas wird noch vom Urwald geprägt. Der Glauben hat eine enge Verbindung mit den Pflanzen, Tieren und
Geistern des Waldes.
Durch Erzählungen von Mythen und Legenden erfahren die Nachfahren wie die Welt entstanden ist, wie Ihnen die Tieren das
Überleben im Wald beigebracht haben oder wie unartige Menschen von Tieren und Geister bestraft werden. |

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Durch traditionelle Zeremonien werden die Fähigkeiten an die Jugendlichen übertragen.
Durch die Einnahmen von Pflanzen (Ayahuasca, Banisteriopsis caapi ) nehmen sie Kontakt zu den Geistern auf.
Die Kichwas glauben, das sie durch unsichtbare Pfeile (Chunta pala) getötet werden können, die von bösen Schamanen
gesteuert werden. Daher werden wegen vielen Krankheiten oder ungeklärte Todesfälle die Schamanen beschuldig.
Sie sind gleichzeitig die Ärzte der Runa.
Im Rahmen dieser Präsentation werden die Mythen und Glauben, die meiner Kindheit geprägt haben, näher betrachtet.
Beispielweise werden zwei der bekanntesten Legenden der Kichwas erzählt:
"Der Große Puma von Galeras Urcu"
"Die Legende von Achiote (Bixa orellana) und Wituk (Genipa americana)"
| zu meiner Person
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Raquel Cayapa Tapuy stammt aus einer Kichwa/Shuar Familie der Region Napo im Amazonastiefland Ecuadors.
Ihre Heimatgemeinde ist Paushiyacu, die zu der Indigene Organisation FONAKIN gehört.
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11:00 -12:00 Uhr „ Pachamama oder/und Jesus Christus? “
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Symbiose, Synkretismus und Konflikt der Religionen in den Anden.
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Referent .: Dr. Stefan Silber.
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Menschen in den Anden haben sich selbst jahrhundertelang ganz selbstverständlich
als "katholisch" oder "christlich" verstanden. Ebenso selbstverständlich hielten viele von ihnen an überlieferten Formen andiner
Religionen fest.
Diese Selbstverständlichkeiten sind in den letzten Jahrzehnten aufgrund verschiedener gesellschaftlicher, politischer und kultureller
Entwicklungen aufgebrochen. Neben protestantischen Formen christlicher Religiosität stehen nun europäisch orientierte Religionslosigkeit
und neu entdeckte, oft antichristlich orientierte indigene Spiritualität - sowie viele verschiedene neue und alte Mischungen unterschiedlicher
religiöser Praktiken.
Hinter diesen neuen Entwicklungen stehen eine Vielzahl politischer und kultureller Interessen. Manches steht konfliktiv gegeneinander,
aus anderem ergeben sich Übereinstimmungen und Symbiosen.
In der Tradition der Theologie der Befreiung hat sich in den letzten Jahren in Lateinamerika die Bewegung der "Teología India" und im
andinen Raum der "Teología Andina" entwickelt. Besonders aus der Perspektive dieser Theologie werde ich Chancen aufzeigen, die sich aus
einem Dialog zwischen Christentum und andinen Religionen ergeben.
Ausgehend von einer positiven Wertung der traditionellen andinen Spiritualität (die ich in dem Vortrag in allgemeiner Form vorstellen möchte)
könnte ich die verschiedenen Haltungen charakterisieren, mit denen die christlichen Kirchen in Vergangenheit und Gegenwart diesen Religionen
gegenübertreten. Auch die verschiedenen Haltungen von Vertreterinnen und Vertretern indigener Religionen zum lateinamerikanischen Christentum
werden kurz thematisiert werden.
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| 15:00 - 16:00 Uhr „\Lateinamerikanische Spiele für Kinder " |
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17:00 - 18:00 Uhr „\Tanz „La Diablada“ – Tradition, Mythos und Religion "
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Kulturamt Stuttgart
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Tübingen Universitätsstadt
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Linden Museum Stuttgart
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Ministerium für
Wissenschaft,
Forschung und Kunst
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Haus der Geschichte
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Katholischer Fonds
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Stadt Esslingen am Neckar
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Volkshochschule Stuttgart
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