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"Arbeitskreis der lateinamerikanischen Vereine Baden-Württemberg e.V."
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Mexikanische Tanzgruppe "Adelitas Tapatías"
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| Xocóatl, ein Tag rund um das mexikanisches Gottesgetränk |
| Volkshochschule Stuttgart |
| Sonntag, den 03. Oktober 2010 |
| 13:00 bis 17:30 Uhr |
Grußwort und Moderation: Fr. Dr. med. Silvia Grossmann
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Die Olmeken waren im Tiefland am Golf von Mexiko, die älteste Hochkultur in Mittelamerika. Deren Blütezeit lag
circa zwischen 1200 v. Chr. Und 400 v. Chr. Aus dieser Zeit stammen die ersten Berichte
über ein Getränk das mit gerösteten Samen des Kakaobaumes gemacht wurde. Von den Olmeken
übernahmen die Maya und die Azteken die Kultur der Schokolade.
Die Azteken mischten Wasser mit Kakaogrieß und nannten das Getränk "Xocóatl".
Xocólatl setzt sich zusammen aus dem Nahuatl Xócoc "bitter" und atl "Wasser". "Bitteres Wasser" so lautet
die Übersetzung für den aztekischen Begriff. Die mexikanische Mythologie berichtet, dass der Gott Quetzalcoatl
in das verlorene Paradies geführt wurde, in dem sich die Kinder des Sonnengottes aufhielten. Als Quetzalcoatl in
die Welt der Menschen zurückkehrte brachte er ihnen die Kakaosamen mit. Er pflanzte sie in seinen Garten, ernährte
sie davon und wurde von dem Saft berauscht. Der Kakaobaum war ein göttliches Geschenk und galt als heilig.
Der Genuss des Kakaotranks war nur dem hohen Adel und Priestern vorbehalten und wurde auch als Grabbeigabe
verwendet. Für Frauen und Kinder war das Kakaogetränk nicht zugänglich. Eine Legende besagt, dass der letzte
Herrscher des Aztekenreiches, der Kaiser Moctezuma II , etwa 40 Tassen Xocóatl am Tag getrunken hat.
Von einem Franziskanermönch, der in den Truppen von Cortez mitzog, erhielten die Spanier folgenden Bericht über das
exotische Getränk:
"Wer die Chocoatl - das bedeutet "Schaumwasser" in ihrer Sprache- verkaufen will, röstet die Bohnen zuerst in
einem irdenen Topf. Wenn die Kerne aus der Haut gesprungen sind, werden sie auf einer steinernen Platte mit einer
Walze zerrieben, die sie allhier metatl heißen. Das macht sie (die Zubereitende ) ein Mal oder auch zwei, bis es
Pulver ist, das sie dann mit Mehl vom Mais mischt und ein wenig Wasser aus einem Krug, das dann einen festen Brei
macht. Der wird über dem Feuer erhitzt, bis er zu Schaum wird. Wenn der Brei aber gut schäumt, gibt sie vaynella
(Vanille) dazu, auch Hönig von den wilden Bienen im Wald und auch Rosenwasser. Er wird immer in neue Töpfe getan und
wieder geschlagen, auch durch ein Tuch geseiht, bis er ganz dick ist. Dann schöpft sie den Schaum ab und schlägt ihn
mit einem Quirlstock. Sie, die die wahre Zubereitung kennt, macht die chocoatl so gut, dass die Senhores sie nur essen
können, wenn sie den Mund ganz weit öffnen,es schmilzt dann im Mund und geht nur langsam über die Zunge hinunter in
den Magen. Das gemeine Volk und die Soldaten machen dicke Kuchen aus Chocoatl mit Mais und rotem Pfeffer (Chili).
Das ist sehr nahrhaft und lässt sich viele Monde aufheben."
Über drei Jahrtausende wurde Schokolade beinahe ausschließlich getrunken. Außerdem wurde Kakao in der Regel
nicht gesüßt und behielt so einen eher bitteren, herben Geschmack.
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Mit diesem Thema präsentiert die Tanzgruppe "Adelitas tapatias" am 3. Oktober 2010 ein Programm mit einem
Vortrag über Geschichte, Anbau und Verarbeitung von den Kakaobohnen. Nachempfundene prähispanische Tänze von
der Tanzgruppe "Mitotiani ica yollotli" aus Heidelberg und Folkloretänze aus den mexikanische Bundesstaten Chiapas,
Veracruz, Oaxaca und Yucatán werden vorgestellt.
Zwei "Piñatas" - mit Schokolade gefüllte und geschmückte Papiersterne - werden am Ende unserer Veranstaltung von den
Kinder zerschlagen.
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Programm.:
13.00 Vortrag mit der Referentin Frau Gabriela Alcaraz von der Universität Hohenheim, Stuttgart.
13.45 Fragen und Diskussion.
14.00 Nachempfundene prähispanische Tänze mit der Tanzgruppe "Mitotiani ica yollotli" aus Heidelberg.
15.30 Folkloretänze mit der Tanzgruppe "Adelitas Tapatias".
16.00 "Piñatas".
17.00 Ende.
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Für uns ist es wichtig, den Ursprung der Schokolade darzustellen. Der Genuss von dem mexikanischen
Schokoladegetränk ist ein Teil unserer Geschichte und wir freuen uns das Thema in dem Rahmen der
"Iberoamerikanischen Kulturwoche" in Stuttgart vortragen zu dürfen.
Dr. med. Silvia Großmann
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Bilder der mexikanischen Künstlerin Frau Rossana Velazco
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Kulturamt Stuttgart
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Tübingen Universitätsstadt
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Linden Museum Stuttgart
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Ministerium für
Wissenschaft,
Forschung und Kunst
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Haus der Geschichte
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Katholischer Fonds
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Stadt Esslingen am Neckar
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Volkshochschule Stuttgart
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